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UNIA

Die Schweizer Gewerkschaften GBI, SMUV, VHTL, unia und actions unia sind derzeit dabei sich zusammenzuschließen. Im Herbst 2004 wird die größte Gewerkschaftsvereinigung der Schweiz, die UNIA, gegründet werden. Für die interne und externe Kommunikation machte sich ein Projekt-Team auf die Suche nach einem geeigneten CMS. So kamen sie auf TYPO3. Die Reichhaltigkeit der Funktionen und die enormen Möglichkeiten des Kickstarters ermöglichten es, den gewaltigen Anforderungen dieser Kommunikationsplattform gerecht zu werden.

Einführung

Am 7. September 2002 beschloss der außerordentliche Kongress der Gewerkschaften GBI und SMUV die Umwandlung in eine Gewerkschaftsunion, die 1996 begonnen hatte, abzuschließen. Ein deutliches Signal der zwei größten Schweizer Gewerkschaften. Die UNIA als interprofessionelle Gewerkschaft wird somit zum Symbol der Einheit über alle Berufsgrenzen der Privatwirtschaft hinweg.

 

Freilich müssen dazu die Mitglieder über alle laufenden Schritte des Mergers auf dem Laufenden gehalten werden. Zusätzlich sollten alle Mitglieder dazu ermuntert werden, aktiv an diesem Prozess teilzunehmen. Daher musste eine allumfassende Intranet-Anwendung als interne Kommunikationsplattform auf die Beine gestellt werden.

 

Zweite Bedingung war die Präsentation frischer Informationen über den Merger an die Mitglieder; und sie einzuladen, über die Zukunft der UNIA und ihre Strategie in Dialog zu treten. Die zu errichtende Website musste demnach darauf ausgerichtet sein, Flagge zu zeigen sowie offene Kommunikation und den Dialog zu ermöglichen.

 

Zwei Plattformen sollen der UNIA vorübergehend Gesicht verleihen; sie werden nur bis zum Zusammenschluss im Oktober 2004 bestehen bleiben.

Gewerkschaften im Dialog

Neben der GBI (Gewerkschaft Bau und Industrie) und der SMUV (Gewerkschaft Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen) wird die künftige UNIA von der VHTL (Gewerkschaft Verkauf, Handel, Transport, Lebensmittel), unia and actions unia (1) aufgebaut werden. Die Neugründung wird mehr als 200.000 Mitglieder zählen und die arbeitende Bevölkerung des primären, sekundären und tertiären Sektors repräsentieren. Mit vereinten Kräften wird die UNIA in politischen Diskussionen und Entscheidungen ein gewichtiges Wort mitzureden haben.

 

(1) Anmerkung: unia und unia actions sind, obwohl sie sich gleich schreiben, eine andere Gewerkschaft als es die UNIA sein wird.

Das Team

Um zwei Kommunikationsplattformen zu etablieren wurde ein Team aus Mitarbeitern verschiedener Gewerkschaften, externen Beratern und Entwicklern geformt:

  • Michèle Chan, UNIA: Projektmanagement, Head Content-Entwicklung
  • Daniel Fernandez, UNIA: Webmaster, Content-Administrator
  • Andreas Oertle, Share IT AG: Servertechnologie, TYPO3 Installation
  • Adrian Zimmermann, snowflake productions gmbh: Projektmanagement
  • Dominic Brander, snowflake productions gmbh: TYPO3 Entwickler, Technischer Berater

Das Projekt - TYPO3 als Kommunikationszentrum

Intranet

Die Hauptaufgabe des neuen Intranets besteht darin, die künftige UNIA bei Mitarbeitern und Verbündeten bekannt zu machen bzw. ins Gespräch zu bringen. Dazu wurden wichtige interne und externe News, Informationen zum laufenden Prozess, Dokumente zum Download und Bilder eines jeden Angestellten u.a. auf der Website publiziert.

 

Um die Menschen in diesen Prozess zu involvieren, wurden einige interaktive Features zur Verfügung gestellt, z.B. Polls/Umfragen, Diskussionsforen, Chats und Informations-Boards für künftige Veranstaltungen, wo es die Möglichkeit gibt, sich für einen bestimmten Event direkt anzumelden. Jede News kann zudem von den Lesern bewertet und kommentiert werden.

 

Eine der zentralen Funktionalitäten der Website ist das „Gesicht des Tages“, ein täglich wechselndes Bild eines Mitarbeiters mit einem Statement von ihm; so kommen die Leute zusammen. Mit diesem Spektrum interaktiver Möglichkeiten hat sich die interne Kommunikation unter den Gewerkschaften signifikant verbessert. Leute aus der gesamten Schweiz nutzen die Gelegenheit, sich virtuell zu treffen und kennenzulernen, bevor der Zusammenschluss im Oktober 2004 vollzogen sein wird.

 

„Die interaktiven Möglichkeiten unterstützen die Integration der unterschiedlichen Gewerkschaften und helfen uns dabei, Vorurteile zu bekämpfen, wie sie bei solchen Fusionen für gewöhnlich auftreten. Gerade in der Schweiz mit seinen 4 Sprachen (Italienisch, Französisch, Deutsch und Rätoromanisch) treffen nicht nur verschiedene Mentalitäten aufeinander, sondern damit zugleich auch verschiedene Kulturen! Mit der Intranet Plattform bringen wir die Leute näher zusammen, wir fördern den Dialog, den Meinungsaustausch, diskutieren Probleme und bringen uns so in den Prozess ein“, bemerkt Chan.

Internet

Der Claim „Die Zukunft der UNIA sind ihre Mitglieder“ umschreibt die strategische Ausrichtung der Internetpräsenz: Kommunikation zwischen den Mitgliedern und der künftigen Union. Das Hauptziel der Website ist die Verbreitung frischer Information an alle Mitglieder und die Öffentlichkeit, Diskussionen über den laufenden Prozess und die künftige Strategie der UNIA in Gang zu setzen.

 

Mitglieder und potentielle Mitglieder haben die Gelegenheit, Visionen zu diskutieren, die eine Gewerkschaftsunion für sich entwickeln muss; welche Ziele erreicht werden sollen, welche Probleme sich am Horizont abzeichnen, welche Antworten die UNIA darauf gibt und welche Position sie dazu einnimmt. Darum eröffnete die UNIA den Dialog bereits zu einem frühen Zeitpunkt. Denn jeder ist eingeladen, am Bau der neuen Union mitzuwirken. Verschiedene Diskussions-Boards, Download-Bereiche, in denen die Besucher Hintergrund-Informationen über das Projekt abrufen können, ein Event Board zu verschiedenen öffentlichen Aktivitäten, breit gestreute Information über das Projekt selbst und zusätzliche Features helfen den Usern, sich selbst über den neuesten Stand zu informieren.

Realisierung

„Wir haben viele Open Source CMS ausprobiert“, so Chan und Fernandez, „doch am Ende hat uns TYPO3 nicht nur durch seine reichhaltige Funktionspalette überzeugt, sondern auch durch seine Installationsroutinen und seine Stabilität.“

Die Entscheidung für den Einsatz von TYPO3 fiel rasch: Keine Lizenzkosten, hohe Skalierbarkeit, die Möglichkeit, jedes gewünschte Webdesign in die Website zu integrieren und nicht zuletzt eine immense Menge Funktionen führte uns zu dieser Entscheidung.

 

TYPO3 Version 3.5 wurde für Intranet- und Internet-Lösung auf einem Inhouse-Server der SMUV/Share IT AG (ein Spin-off der SMUV und GBI IT) installiert.

 

Das Design der Website wurde vom Projektmanagement-Team vorbereitet und von snowflake productions in TYPO3 implementiert.

 

Um den Erfordernissen einer Kommunikationsplattform gerecht zu werden, wurden diverse Extensions implementiert (in TYPO3 sind Extenions Funktionalitäten, die den Kern des CMS erweitern). Sie sind kostenlos verfügbar und ohne größere Anpassungen ihrer Funktionalität in Betrieb. Die TYPO3-interne Sprache TypoScript ermöglicht dabei die Anpassung der Erweiterungen an die gewünschte Funktionalität. In manchen Fällen aber mussten bestehende Erweiterungen neu programmiert werden.

 

Dank des „Kickstarter“ können völlig neue Funktionen einfach programmiert und implementiert werden. Das Konzept des Kickstarters unterstützt Programmierer bei der richtigen Einbettung des Codes in die TYPO3-Architektur von Anfang an. Darum dauerte es auch nicht besonders lange, bis z.B. kommentierbare News und ein Mitarbeiterarchiv in die Intranetseite implementiert worden waren.

 

Während der gesamten Entwicklungsphase wurde Fernandez in TYPO3 geschult. Somit wird TYPO3-Wissen in die UNIA eingebracht, sie wird autonom werden und muss sich nicht dem Gefühl hingeben, es mit einem Black-Box-System zu tun zu haben, wo man Probleme aus eigener Kraft nicht lösen könnte.

 

Editoren wurden in zwei Schritten geschult: Nach der ersten Lektion waren die Editoren bereits in der Lage, Inhalte auf der Website zu managen. Bereits eine Woche später konnte das Wissen in einem zweiten Training verfestigt werden.

Vorteile von TYPO3

  • Keine Lizenzkosten - nicht einmal für Spezialfunktionen: Geringe Kosten für ein derart professionelles System.
  • Neue Designs leicht implementierbar.
  • Viele Funktionen: Sie können mit TypoScript angepasst und ggf. auch neu programmiert werden.
  • Mächtige Suchmaschine, die auch für Dokumente funktioniert (PDF, Word).
  • Keine Black-Box: Kunden können das System selbst warten, wenn sie wollen.
  • Verschiedene Content-Elemente gestatten es den Editoren, ihren eigenen Content problemlos selbst zu integrieren. Sie können sich um den Inhalt kümmern und brauchen sich nicht um das Design zu sorgen.

Zukunft

Weil die verschiedenen Gewerkschaften jeweils ihre eigenen Websites haben, die in Zukunft obsolet werden, besteht die Hauptaufgabe in Zukunft darin, den gesamten Content in einem System zusammenzuführen. Die Möglichkeit, multiple Websites in ein und derselben Installation zu hosten, bedeutet große Einsparung bei laufenden und anfallenden Kosten.

 

Die Erfordernisse für das künftige UNIA Portal stehen noch nicht fest. Aber soviel ist sicher: TYPO3 ist für so beinahe alle Aufgaben gewappnet.

Weiterführende Informationen

Für detaillierte Informationen kontaktieren Sie bitte:

snowflake productions gmbh

Aemtlerstrasse 30

CH-8003 Zürich

Schweiz

Tel: +41 (0)44 455 80 80

Fax: +41 (0)44 455 80 87

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